Fernweh zu Corona-Zeiten: Meine 5 ultimativen Tipps gegen den Corona-Blues

Fernweh zu Corona-Zeiten: Meine 5 ultimativen Tipps gegen den Corona-Blues

Die Tage werden kürzer und dunkler, die Corona-Zahlen steigen. Der zweite Lockdown ist in vollem Gange und die nächste (Fern-)Reise erscheint nicht nur örtlich in weiter Ferne. Was also tun, wenn dich das Fernweh packt und du diese ganze Situation einfach mal hinter dir lassen möchtest? Einfach leugnen, feiern, reisen? Keine gute Idee!

Auch wenn uns das Reisen momentan, wie auch vieles anderes, verwehrt bleibt: Es gibt immer noch eine Menge zu tun (und zwar ohne sich und andere zu gefährden). Also lass den Kopf nicht hängen. Hier kommen meine (vielleicht nicht ganz ultimativen ;), aber bestimmt hilfreichen) Tipps gegen Fernweh.

1. Bücher zum ganz weit wegträumen

Gerade im Herbst liebe ich es, es mir zu Hause auf der Couch bequem zu machen und ein gutes Buch zu lesen. Während ich unterwegs gerne meinen E-Book-Reader* nutze, mag ich zu Hause gerne „richtige“ Bücher. Ich mag die Haptik, den Geruch und die Möglichkeit, einfach mal darin herumzublättern.

Neben spannenden und fesselnden Büchern, lese ich sehr gerne autobiografische Reisegeschichten, die mich mit in ferne Länder und zu bunten Abenteuern nehmen.

Zwar schüren diese Bücher einerseits Fernweh, andererseits bessern sie es gleichzeitig, da ich das Gefühl habe, auf diese Weise mitreisen zu können. Auch entdecke ich immer wieder ähnliche Erfahrungen, die ich selbst gemacht habe oder finde neue Anregungen für Reiseziele, die ich bisher noch nicht bereist habe.

Neben diesen Reisegeschichten mag ich auch Bücher über fremde Kulturen und Lebenswelten. Auch ohne aktiv zu reisen, kannst du so deinen Horizont erweitern und eine Menge über andere Lebensweisen und Weltsichten lernen.

Meine Lieblingsbücher mit Reisebezug habe ich dir hier zusammengestellt. Wenn du noch weitere Tipps für mich hast, schreibe sie mir gerne in die Kommentare. Ich bin immer auf der Suche nach neuen mitreis(s)enden Büchern.

1.1 Bärti muss mit

Als ihr bewusst wird, dass ihr Sohn bald eingeschult wird und dann einem festen Tagesablauf folgen muss, beschließt Janina, mit ihm auf Weltreise zu gehen. So möchte sie das letzte Jahr vor der Einschulung nutzen, um noch einmal viel Zeit mit ihrem Sohn zu verbringen und ihm die echte Welt zu zeigen.

Der kleine Max ist gleich begeistert, stellt aber eine Bedingung: Sein Teddybär Bärti muss mit. So machen sich die drei auf eine Reise durch verschiedene Länder Asiens, Ozeaniens und später auch Nordamerikas. Dabei lernen sie nicht nur viele neue Menschen, sondern auch sich selbst besser kennen.

Immer wieder sind sie beeindruckt von der Hilfsbereitschaft und Offenheit anderer Menschen. Als alleinreisende Mutter mit Kind werden sie immer wieder mit offenen Armen empfangen, bewältigen aber auch einige Hindernisse.

Sie dürfen viele authentische Einblicke in fremde Kulturen gewinnen. So formt die Reise auch ihren eigenen Charakter und ihre Sicht auf das Leben. Eine Geschichte über jede Menge Mut, Neugier und Lebensfreude.

Kaufen kannst du das Buch sowohl gebunden als auch als E-Book hier* oder mit Klick auf das Foto*.

1.2 Sechs Paar Schuhe

Dieses Buch nimmt dich mit auf die Weltreise einer sechsköpfigen Familie, die nicht nur auf der Suche nach Abenteuern, sondern auch nach sich selbst ist.

Thor und Maria erzählen hier die Geschichte ihrer Jugend in einer norwegischen Sekte im Wechsel mit Berichten von der Weltreise, die sie mit ihren Kindern unternommen haben. So lernt der Leser die Erzähler sehr persönlich kennen und kann die Bedeutung dieser großen Reise für sie nachfühlen.

Gleichzeitig wird deutlich, wie wenig die Reisenden zum Glücklichsein brauchen und wie groß ihre Naturverbundenheit ist. Immer wieder wird von tollen Landschaften und spannenden Begegnungen rund um die Welt berichtet.

Eine spannende Geschichte über den Mut, einfach loszureisen und die Welt zu erobern.

Zu kaufen gibt es „Sechs Paar Schuhe“ hier* (oder mit Klick aufs Bild*) oder in vielen Buchhandlungen.

1.3 Das Café am Rande der Welt

In diesem Buch sowie dessen Nachfolger, „Wiedersehen im Café am Rande der Welt*„, geht es nicht um das Reisen an sich, sondern um den Mut, seine Träume zu verwirklichen und den eigenen Zweck der Existenz zu verfolgen.

Der Autor nimmt den Leser mit auf eine Reise zu sich selbst und den eigenen Wünschen und Zielen. Das Buch macht Mut, das eigene Leben zu hinterfragen und etwas neues auszuprobieren, ohne dabei (Erfolgs-)Druck aufzubauen. Für mich ein wirklich inspirierendes Buch.

Online kaufen kannst du das Buch hier*, es ist aber als Spiegel-Bestseller auch in vielen Buchhandlungen erhältlich.

1.4 Tippi aus Afrika

Die kleine Tippi lebt mit ihren Eltern, zwei professionellen Fotografen, in Afrika. Dort wächst sie fernab von großen Städten mitten in der Natur auf. Das Buch erzählt in kleinen Geschichten von Tippis Kindheit aus ihrer eigenen Perspektive.

Mit beeindruckenden Bildern entführen Tippi und ihre Eltern den Leser in die Wildnis Namibias, zu Elefanten, Leoparden und vielen weiteren wilden Tieren, die zu Tippis Spielgefährten werden.

Ein wunderschöner Bildband* für die ganze Familie.

1.5 Tribal Peoples for Tomorrow´s World

Dieses Buch liegt mir besonders am Herzen. Hier geht es nicht um Reiseerfahrungen, sondern um die Lebensweise indigener Völker rund um unsere Erde. Stephen Corry, CEO der gemeinnützigen Organisation „Survival International“, definiert den Begriff „Tribal Peoples“ als indigene Minderheiten, die seit Jahrhunderten in einer Einheit mit der Natur leben und deren Lebenswelt zunehmend gefährdet ist.

Vorgestellt werden indigene Völker nach Kontinenten. Dabei wird immer wieder deutlich, dass diese Menschen keineswegs rückständig, sondern einfach anders leben als „moderne“ Menschen. Durch die Jahrhunderte währende Weitergabe und Weiterentwicklung von Wissen leben sie im Einklang mit der Natur, ohne sie zu zerstören.

Das Buch weckt so ein Verständnis für indigene Völker, ohne diese zu verherrlichen oder romantisieren. Leider ist es nur auf Englisch verfügbar. Die Lektüre lohnt sich aber auf jeden Fall.

Kaufen kannst du es als Taschenbuch oder auch, sehr günstig, als E-Book hier*.

Tipp: Wenn du gerne viel liest, könnte sich „Kindle unlimited“ von Amazon für dich lohnen. Wie in einer Bibliothek kannst du hier für einen festen monatlichen Betrag unbegrenzt alle Bücher ausleihen, die für das Programm qualifiziert sind (maximal 10 Bücher gleichzeitig). Falls du es einfach mal ausprobieren möchtest, gibt es hier einen kostenlosen Probemonat*:

Sollte es dir nicht gefallen, kannst du einfach wieder kündigen (nicht vergessen!), ansonsten verlängert sich die Mitgliedschaft monatlich.

2. Filme über weltweite Reiseziele

Nicht nur Bücher können das Fernweh vergessen lassen. Auch ein gemütlicher Film- oder Serienabend (oder auch ganzer Tag) hilft manchmal, den Corona-Blues zu bekämpfen und sich einfach zu entspannen. Dabei darf es gerne auch mal lustig zugehen.

Meine liebsten Filme über Reisen, Natur und ferne Länder habe ich dir hier zusammengestellt. Ich freue mich über weitere Film- und Serientipps.

2.1 Naturdokumentationen

Naturdokumentationen bringen dir oft andere Länder und Kontinente nahe. Dabei müssen sie aber nicht langweilig und trocken sein. Schon als Kind habe ich zwei Dokus geliebt und immer wieder angeschaut:

Die lustige Welt der Tiere

Wahrscheinlich den meisten bekannt, geht es in dieser Dokumentation* um die Tierwelt Afrikas. Auf anschauliche, lustige und kindgerechte (aber auch für Erwachsene geeignete) Weise werden dem Zuschauer verschiedene Tiere Afrikas vorgestellt. Unvergessen ist die Szene, in denen die Tiere vergorene Früchte essen und dadurch betrunken werden. Gut gefilmt und schön aufbereitet. Für mich immer noch ein sehenswerter Klassiker.

Die Wüste lebt

Ein Disney-Klassiker der anderen Art. Gedreht in der Wüste Nevadas (USA) wird dem Zuschauer hier mit tollen Videoaufnahmen verdeutlicht, wie lebendig die oft so leblos wirkende Wüste sein kann. Ein zeitloser Film* für Groß und Klein.

Unsere Erde

Wenn dir die vorherigen Dokumentationen zu alt sind, kann ich dir „Unsere Erde“ Teil 1* und 2* empfehlen. Bildgewaltig und mit moderner Filmtechnik geht es einmal rund um die Erde. Dabei werden verschiedene Tiere begleitet und näher vorgestellt. Teil 2 gibts sogar in UHD*.

2.2 Spielfilme

Auch die nachfolgenden Spielfilme befassen sich mit fernen Ländern und anderen Kulturen.

Die Götter müssen verrückt sein

Über der Kalahari-Wüste wird eine leere Cola-Flasche aus einem Flugzeug geworfen und landet vor den Füßen eines Stammes der San (auch bekannt als „Buschleute“). Diese halten die Flasche für ein Geschenk der Götter. Zum ersten Mal besitzt der Stamm nun aber etwas, das nicht für alle in gleichem Maße vorhanden ist.

Es entflammt ein Streit um die Flasche. Daher beschließt der Stammesführer, die Flasche zurück zu den „Göttern“ zu bringen, die sie aus dem Himmel fallen ließen und macht sich auf den Weg, um diese außerhalb des ihm bekannten Territoriums zu suchen.

Dabei kommt er zum ersten Mal in Kontakt mit der „westlichen Welt“, erlebt so einige Abenteuer und bringt dem Zuschauer nebenher die Denkweise der San und die Natur West-Afrikas näher. Ein sehr unterhaltsamer, lustiger Film, der zugleich nachdenklich macht und dazu anregt, eigene Werte zu reflektieren.

Den durchaus schon alten, aber immer noch sehr schönen Film kannst du z.B. hier* kaufen.

Eat, Pray, Love

Der absolute Klassiker. Ich muss zugeben, ich fand den Film nicht übermäßig spannend, aber irgendwie ist er hängen geblieben. Und irgendwie sollte ihn doch jeder mal gesehen haben.

Er handelt von einer Frau, die alles hinter sich lässt, um zu sich selbst zu finden. Ihre Reise führt sie zuerst nach Italien, wo sie die Kultur, die Gemeinschaft und das dort besonders wichtige und wirklich gute Essen kennenlernt (Eat). Anschließend reist sie nach Indien, um sich spirituell weiterzuentwickeln (Pray). Ihre Reise endet in Bali, wo sie schließlich lernt, wieder zu lieben (Love).

Den Film kannst du bei Netflix streamen oder hier* kaufen. Gibt es übrigens auch als Buch.

Bruno Manser – Die Stimme des Regenwaldes

Der autobiografische Film ist in Deutschland gerade erst in die Kinos gekommen, ich selbst habe ihn leider noch nicht gesehen. Trotzdem will ich ihn dir nicht vorenthalten, da ich die Geschichte sehr gut und spannend finde.

Der Schweizer Bruno Manser hat jahrelang bei dem indonesischen Volk der Penan im Dschungel von Borneo gelebt und gegen die Rodung des Regenwaldes gekämpft. Dabei hat er die Kultur der Penan sehr genau kennengelernt. Nachdem er das Land verlassen musste, setzte er sich von Europa aus weiter für den Erhalt des Regenwaldes ein, bis er schließlich zurückreiste und verschwand.

Heute gilt Bruno Manser als verschollen, sein Einsatz wird aber von gemeinnützigen Organisationen fortgeführt. Den Film stelle ich mir sehr spannend vor. Ich hoffe, dass es ihn bald zu kaufen oder leihen gibt.

2.3 Doku-Serien

Bei Streaminganbietern, aber auch zum Kauf, findest du viele tolle Serien, die dich rund um unsere Erde und teilweise auch darüber hinaus führen.

Unser Kosmos: Die Reise geht weiter

In dieser Serie erklärt der Astrophysiker Neil deGrasse Tyson auf anschauliche Weise und mit modernster (Film-)Technik unser Universum. Eine spannende Reise, auf der Kompliziertes einfach und anschaulich erklärt wird. Auch aktuelle Themen, wie der Klimawandel bzw. der Treibhauseffekt, kommen nicht zu kurz. Vielleicht nicht unbedingt zum Abschalten geeignet, aber definitiv sehenswert. Gibt es hier* zu kaufen.

Unser Planet

Aufgeteilt in verschiedene Themenbereichen führt dich diese Doku-Serie durch unseren Planeten. So werden beispielsweise „Eiswelten“, „Dschungel“ und „Küstenmeere“ behandelt. Dabei werden viele Zusammenhänge und Abhängigkeiten in der Natur erklärt und die Probleme erläutert, die durch den Klimawandel und den Einfluss der Menschen ausgelöst werden.

An einigen Stellen fand ich die Serie daher recht traurig und ich hätte mir mehr Handlungsvorschläge gewünscht, um zu einer Besserung beizutragen. Die dennoch sehr informative Serie gibts bei Netflix.

Um die Welt mit Zac Efron

Noch eine Netflix-Doku-Serie, allerdings weitaus leichtere Kost. Gemeinsam mit seinem Kumpel Darin Olien macht sich Zac Efron auf den Weg, um auf der ganzen Welt nach nachhaltigen Lösungen für alltägliche Probleme und Situationen zu suchen.

Auch wenn der Serie anzumerken ist, dass sie für ein amerikanisches Publikum gedreht wurde und sie nicht allzu sehr in die Tiefe geht, finde ich sie recht unterhaltsam. Einige Ansätze sind durchaus interessant und warum sollen nicht auch ernste Themen mit einer gewissen Leichtigkeit vorgetragen werden.

3. Eigene Reisen kreativ verarbeiten

Wenn du keine Lust hast, dich von Büchern und Filmen „berieseln“ zu lassen, werde doch einfach selbst kreativ. Gerade im Moment, wo Reisen und auch viele soziale Aktivitäten nicht wie gewohnt möglich sind, kannst du die Zeit nutzen, um an vergangene Reisen zurückzudenken und diese kreativ zu verarbeiten.

3.1 Fotobücher erstellen

Fotobücher sind eine tolle Möglichkeit, eigene Reisen noch einmal zu durchleben und deiner Kreativität freien Lauf zu lassen. Auch nachdem du dein Fotobuch erstellt hast, kannst du es bei Fernweh immer wieder zur Hand nehmen und in Erinnerungen schwelgen.

Wir haben nach fast jeder Reise ein Fotobuch erstellt. Ich finde es einfach schöner, Freunden und Familie ein schönes Buch zu zeigen, als Hunderte von Fotos am PC oder auf dem Smartphone.

Aber ein paar unserer Reisen sind noch immer ohne Fotobuch. Die Erstellung nimmt durchaus einige Zeit in Anspruch, die vor Corona oft knapp war. Jetzt ist hingegen meist genug Zeit, sodass ich mich diesem Projekt widmen kann. Die meisten unserer Fotobücher haben wir übrigens bei Albelli bestellt, da uns die Qualität gefällt und es oft gute Angebote gibt.

3.2 Einen eigenen Blog schreiben

Das ist sicherlich der Tipp gegen Fernweh in Corona-Zeiten, von dem ich selbst gerade am meisten Gebrauch mache. Ein eigener Blog ist für mich eine tolle Möglichkeit, meine Reisen noch einmal Revue passieren zu lassen und dabei auch noch einen Mehrwert für andere zu schaffen.

Auch wenn Reiseblogs zu Corona-Zeiten keinen reißenden Absatz finden: Bloggen macht mir Spaß, ich kann kreativ werden und lerne ganz nebenbei eine Menge Neues über die Arbeit im Internet. Gleichzeitig frische ich so mein Wissen über die Destinationen auf, über die ich schreibe.

Ich muss zugeben, für mich war es schon ein großer Schritt, meinen Blog zu veröffentlichen. Anfangs habe ich ihn erstmal nur für mich geschrieben und mich einfach durchprobiert. Wenn etwas nicht gut war, hab nur ich es gesehen.

Nun steht mein „Werk“, in das ich viel Persönliches eingebracht habe, in der Öffentlichkeit. Gleichzeitig ein gutes und doch zunächst unsicheres Gefühl. Ich hoffe, damit auf Dauer viele Menschen fürs Reisen begeistern zu können und sie bei ihrer Reiseplanung gut zu begleiten.

3.3 Die Wohnung umgestalten

Mit deinen Reiseerinnerungen kannst du natürlich nicht nur Fotobücher und Blogs erstellen. Du kannst damit auch deine Wohnung verschönern und wirst so immer wieder an deine Reisen erinnert.

Einerseits bieten sich hierzu ebenfalls Fotos an. In Form von Collagen, um eine Weltkarte herum geklebt oder auch einzeln in der Wohnung verteilt, hast du deine Reiseerinnerungen stets vor Augen.

Andererseits sind natürlich auch Mitbringsel eine schöne Erinnerung. Wenn du sie in die Wohnungseinrichtung oder -dekoration integrierst, holst du die Welt ein bisschen zu dir nach Hause.

Trotz Fernweh fühle ich mich immer sehr dankbar, wenn ich durch meine Wohnung gehe und all die schönen Erinnerungen sehe. Da fällt der Lockdown gleich nicht mehr ganz so schwer und ich freue mich einfach über das, was ich bislang erleben durfte. Und darüber, dass ich in dieser Zeit ein gemütliches Zuhause habe.

4. Den eigenen Wohnort als Tourist neu entdecken

Wenn ich in anderen Ländern oder Städten bin, habe ich meistens einen groben Plan von den wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Gleichzeitig nehme ich mir Zeit, die Gegend in Ruhe kennenzulernen und auf mich wirken zu lassen. In meinem eigenen Wohnort mache ich das hingegen selten und gehe doch meist bereits bekannte Wege.

Dabei hat doch der eigene Wohnort ebenfalls einiges zu bieten. Auch kleine Städte haben ihre Sehenswürdigkeiten und selbst Großstädte, gerade im Herbst, oft wunderschöne Natur und bunte Farben zu bieten. Warum also nicht mal Tourist in der eigenen Stadt sein?

Recherchiere doch einfach mal über deinen Heimatort so, wie du es für eine Reise machen würdest. Neben klassischen Sehenswürdigkeiten wird es sicherlich auch überall schöne Wanderwege, Parks und andere Naturerlebnisse geben.

Auch wenn einige Attraktionen derzeit geschlossen haben, kannst du neue Wege ausprobieren und deine Umgebung bewusst auf dich wirken lassen. Ich war beispielsweise früher nie ein Fan von Spaziergängen. Heute gehe ich super gerne durch den Park und beobachte, wie die Blätter immer bunter werden.

Fernweh Corona: Düsseldorf im Herbst
Im Herbst sieht alles gleich ganz anders aus
Ich mag die herbstlichen Farben sehr. Da wird das Fernweh gleich etwas weniger

Unglaublich, was für wunderschöne Bäume direkt bei mir um die Ecke wachsen. Und wie schön doch das Wetter häufig ist. In diesem Fall kann ich den Lockdown tatsächlich als Bereicherung sehen. So ist mir erst bewusst geworden, wie viel Schönheit die Natur auch zu Hause zu bieten hat.

Fernweh Corona: Tourist in der eigenen Stadt
Diesen wunderschönen Baum habe ich mitten in Düsseldorf entdeckt
Fernweh Corona: Tourist in der eigenen Stadt
Bei so schönen Farben konnte ich gar nicht aufhören zu staunen...
Fernweh Corona: Tourist in der eigenen Stadt
...und zu fotografieren

5. Kontakte pflegen

Auch zu Corona-Zeiten ist es dank Digitalisierung möglich, weltweite Kontakte zu pflegen. Gerade am Anfang der Pandemie hatte ich das Gefühl, dass die Welt ein kleines Stückchen mehr zusammengerückt ist. Plötzlich schrieben mir Reisebekanntschaften, von denen ich lange nichts gehört hatte. Alle plagten ähnliche Probleme und keiner wollte damit alleine sein.

So habe ich gemerkt, dass wir alle gar nicht so weit voneinander entfernt sind, wie es manchmal scheint. Rund um den Globus sind die Sorgen ähnlich, aber auch vieles, das uns glücklich macht. Jeder war froh, wenn er oder sie selbst, die eigene Familie und die Freunde gesund waren. Jeder hoffte auf mehr Normalität und wünschte den anderen Gesundheit und alles Gute. Auch das war eine wertvolle Erfahrung für mich.

Wir reisen nicht nur für uns, wir hinterlassen Spuren und können einander rund um die Welt in schwierigen Zeiten Halt geben. In gemeinsamen Erinnerungen schwelgen oder auch Pläne für das nächste Wiedersehen schmieden. Allein zu sehen, dass du mit deinem Fernweh und vielen anderen Problemen zur Corona-Zeit nicht allein bist, kann hilfreich sein.

Und irgendwann werden wir die Kontakte auch wieder persönlich pflegen können. Bis dahin reisen wir digital zu unseren Freunden auf dieser schönen Erde. Und die kann ohne die vielen Reisenden auch mal ein bisschen aufatmen, während wir die Zeit haben zu überlegen, wie wir sie nach der Pandemie ein kleines Stückchen besser machen können.

Schlusswort und weitere Ideen

Das waren meine Tipps gegen Fernweh in der Corona-Zeit. Natürlich gibt es noch weitere Möglichkeiten, die ich in Zukunft sicher auch mal ausprobieren werde. Zum Beispiel ausländische Gerichte kochen, die ich selbst auf Reisen kennen und lieben gelernt habe. Eine neue Sprache lernen oder im Rahmen einer Meditation einfach mal eine Reise zu mir selbst oder eine Traumreise zu unternehmen.

Und auch ist ausmisten, Sachen verkaufen und sparen für die nächste Reise ist immer eine gute Sache. Wenn du selbst noch andere Ideen hast, würde ich mich über deine Anregungen freuen.

Natürlich kann all das das Reisen nicht ersetzen. Aber einfach einmal Zeit für sich zu haben und das eigene zu Hause besser kennen zu lernen kann auch sehr schön sein. Ich habe gemerkt, dass ich seither vieles mehr schätze und oft dankbar bin für alltägliche Dinge, wie eben ein schönes Buch oder ein gemütliches Abendessen. Und natürlich dafür, gesund zu sein.

In diesem Sinne: Viel Spaß beim Testen meiner Tipps und bleib gesund!

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Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. Worthseeing

    Hallo Ann-Cathrin

    Ich bin auch im Corona-Reise-Blues und deine Tipps sind echt goldwert. Am meisten setze ich derzeit Punkt 3 und 4 um. Trotzdem freue ich mich, wenn es irgendwann dieses Jahr wieder losgehen kann…

    1. Ann-Cathrin

      Vielen Dank für deinen Kommentar! Es freut mich sehr, dass der Artikel dir gefällt :). Im Moment ist echt Kreativität gefordert, damit der Corona-Blues einen nicht allzu stark erwischt. Ich freue mich auch sehr darauf, wenn das Reisen endlich wieder losgeht.

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