Vulkan-Trekking auf dem Gunung Sibayak

Vulkan-Trekking auf dem Gunung Sibayak

In diesem Artikel  berichte ich dir von unserer Trekking-Tour auf den Vulkan Sibayak  in der Nähe von Berastagi. Der Gunung Sibayak (Gunung = Berg) ist ein aktiver, etwa 2200m hoher Vulkan ganz in der Nähe von Berastagi. Auch wenn er vor etwa 200 Jahren zuletzt ausgebrochen ist, lässt sich hier jede Menge vulkanische Aktivität beobachten. 

Eine Trekkingtour ist entweder auf eigene Faust möglich, oder geführt mit einem Guide. Da wir neben dem Vulkan-Trekking noch andere Stopps geplant hatten, haben wir uns für einen privaten Guide entschieden. Auch für das Trekking selbst hat sich die Entscheidung aber durchaus gelohnt, wie ich später noch berichten werde. Der Guide wurde von unserer Unterkunft organisiert und hat 750.000 IDR/etwa 45 € für den ganzen Tag gekostet. 

Beginn der Trekking-Tour zum Gunung Sibayak

Morgens werden wir pünktlich von unserer Unterkunft abgeholt und in etwa 15 Minuten zum unteren Wanderparkplatz gefahren. Von dort aus geht es zu Fuß weiter bergauf. Zunächst folgen wir einer asphaltierten Straße bis zu einem weiteren Parkplatz, dann geht es auf einem Waldweg durch den Dschungel weiter hinauf.

Als der Wald sich lichtet, gibt die nun nur noch niedrigen Büsche einen ersten Blick auf die faszinierende Vulkanlandschaft sowie die wunderschöne umliegende Berglandschaft frei:

Vulkan-Trekking Sibayak: Umliegende Berglandschaft
Gunung Sibayak: Umliegende Berglandschaft
Vulkan-Trekking Sibayak: Ein erster Blick in Richtung Krater
Ein erster Blick in Richtung Krater

Hinab in den Krater

Begleitet von Affenschreien aus den umliegenden Wäldern geht unsere Trekkingtour weiter zum Kraterrand des Sibayak-Vulkans:

Sehenswürdigkeiten Berastagi: Vulkan Sibayak
Blick in den Krater des Sibayak

Bereits hier wird deutlich, dass der Vulkan noch durchaus aktiv ist. Überall zischt und dampft es, Schwefelgeruch liegt in der Luft. Gelbes, weißes und dunkles Gestein verleihen der Landschaft eine ganz eigene Schönheit. Unser Guide führt uns links am Rande des Kraters entlang, erklärt uns, worauf wir achten müssen, wie nah wir an die austretenden Dämpfe herantreten können und zeigt uns das knallgelbe Schwefelgestein.

An dieser Stelle sind wir froh, uns für den Guide entschieden zu haben. Andernfalls wären wir wohl besser auf dem eigentlichen Wanderweg geblieben, der rechts um den Krater herumführte. So können wir nun die Kraft des Vulkans aus nächster Nähe bewundern.

Vulkan-Trekking Sibayak: Schwefelgestein
Schwefel im Vulkan Sibayak
Vulkan Sibayak: Schwefeldampf
Schwefeldampf im Sibayak

Anschließend klettern wir hinab in den Vulkankrater. Viele Besucher legen hier aus kleineren Steinen Liebesbotschaften und andere Worte, die du von oben lesen kannst. Zur Regenzeit kann es auch vorkommen, dass sich Wasser im Krater sammelt und du außen herumgehen musst, wenn du keine nassen Füße bekommen möchtest. Da es zu unserer Reisezeit im Juli recht trocken ist, verläuft unsere Trekking-Tour mitten durch den Krater des Sibayak.

Austretender Schwefeldampf
Austretender Schwefeldampf
Blick aus dem Krater des Gunung Sibayak
Blick aus dem Krater des Gunung Sibayak

Aufstieg zum Gipfel des Gunung Sibayak

Als wir den Krater durchquert haben, machen wir uns an den Aufstieg zur Spitze des Vulkans. Das letzte Stück müssen wir ein wenig klettern, was aber Spaß macht und mit einem wunderschönen Ausblick belohnt wird.

Gunung Sibayak: Aufstieg zum Gipfel
Aufstieg zur Spitze
Gunung Sibayak: Aufstieg zum Gipfel
Es geht steil hinauf auf den Gipfel des Sibayak

Hier machen wir Pause und genießen den Weitblick, den wir Dank des tollen Wetters an diesem Morgen haben. Über den Krater des Sibayak und die umliegende Landschaft hinaus können wir einen weiteren Vulkan bewundern: den Gunung Sinabung.

Vulkan-Trekking Sibayak: Ausblick vom Gipfel
Ausblick vom Gipfel des Gunung Sibayak
Gunung Sibayak: Ausblick in den Krater
Ausblick über den Krater bis zum Gunung Sinabung

Abstieg vom Gunung Sibayak

Auf dem Rückweg nehmen wir den eigentlichen Wanderweg. Er führt um die andere Seite des Kraters herum zurück und eröffnet uns neue Blickwinkel auf den Vulkan. Hier entdecken wir zu all den anderen Farben nun auch rote Erde. So ein Vulkan kann wirklich bunt sein.

Vulkan-Trekking Sibayak: Rückweg
Neue Perspektive auf den Vulkankrater
Vulkan-Trekking Sibayak: Rückweg
Abstieg vom Vulkan Sibayak

Unterwegs zeigt uns unser Guide immer wieder Pflanzen und Tiere, die in dieser kargen Landschaft heimisch sind.

Schließlich, nach erneuter Durchquerung des Dschungels und einer „Pipi-Pause“ am oberen Parkplatz, endet unsere Vulkan-Trekking auf dem Gunung Sibayak. Etwa ein bis anderthalb Stunden haben wir pro Strecke hinauf und wieder hinunter gebraucht und jede Minute hat sich gelohnt. Das Trekking war super abwechslungsreich, wir sind gewandert, geklettert, haben tolle Ausblicke genossen und Steine und Erde in den verschiedensten Farben bewundert. Eine Trekkingtour auf dem Vulkan Sibayak kann ich dir daher sehr empfehlen. Bilder können die wahre Schönheit dieser Landschaft kaum wiedergeben. Für mich ein absolutes „must do“ in Berastagi.

Nun geht es weiter zu unserer nächsten Station: Ein wenig Entspannung in den nahegelegenen heißen Quellen von Berastagi.

Warst du auch schon einmal auf einem Vulkan, vielleicht sogar auf dem Sibayak? Wie hat es dir gefallen? Schreibe deine Erfahrungen, Fragen und Anregungen gerne in die Kommentare.

Schreibe einen Kommentar